E-Mobil oder Boxer?
VW macht aus einem viersitzigen Coupé ein zweisitziges. Das Vehikel bekommt einen Elektromotor und wird „Bugster“ genannt. Bugster? Da war doch was… Stimmt. DER Bugster hat recht wenig gemein mit DAS ElektroAuto. Seit einigen Jahren erregt der ursprüngliche Bugster Aufsehen in den Medien (www.bugster.at). Mit einem Zero-Emission-Vehicle hat der Porsche Boxster, über den ein Automobil-Genie aus Österreich eine Käfer-Karosse stülpte recht wenig zu tun.Die Wolfsburger geben dem Käfer-Einzelstück neuen Schwung. Wer vom Beelte-Coupé elektrisiert nach „Bugster“ googelt, wird fündig und entdeckt den sensationellen Austro-Käfer-Boliden mit seinen 270 Pferdchen hinter den Rücksitzen in zahlreichen Veröffentlichungen. Dagegen sieht der neue Elektro-Käfer mit seinen 116 PS, der kürzlich in Detroit Premiere feierte, eher alt aus.
Das Elektro-Herz poscht unter der Fronthaube und wiegt nur 80 Kilo. Logisch – Porsches sechszylindriger Boxer, der den grauen Käfer aus Österreich befeuert wiegt deutlich mehr. Wo er sitzt, schlummern beim schnuckeligen Elektro-Käfer die Batterien. Die haben saft für 180 Kilometer. Das Tanken dauert nur 35 Minuten! Wenn der echte Bugster an die Zapfsäule fährt, hat er – je nach Fahrweise – 400 bis 600 Kilometer abgespult und ist in gut 5 Minuten wieder randvoll.Das Wasser wird der Elektro- dem Verbrennungsmotor weder reichen müssen, noch jemals können. Dennoch ist es schon erstaunlich, was die Autoindustrie innerhalb kürzester Zeit an Technik auf die Räder stellt. Wer das schafft, kann natürlich nicht allzuviel Zeit darauf verwenden, dem Kind einen eigenen, neuen Namen zu geben. Man macht’s „käfermäßig“ und besinnt sich auf das Gute, das Alte, das Bewährte. Wollen wir hoffen, dass der Bugster – ob mit Sechszylinder oder ohne – weiterhin läuft, und läuft, und läuft...