Porsche-VW von 1967

Es wird wohl nie ganz gelüftet werden, das Geheimnis des „Porsche-Käfers“, der kürzlich in einer elektronischen Bucht an Land gespült wurde. Als Hersteller ist Porsche in die Papiere eingetragen. Der Motor stammt tatsächlich von Porsche. Es handelt sich um ein „Super-90-Triebwerk“ (1600 ccm / 90 PS) das auf „liegendes Gebläse“ umgerüstet wurde. Der Gebläsekasten ist komplett aus Metall!
Schon wurden Gerüchte laut, wonach Porsche 50 in dieser Weise ausgerüstete Motoren zur Erprobung im 912 im Einsatz hatte. Das System – so heißt es – sei aber verworfen worden, da sich der umgelenkte Keilriemen über 5.500 U/min gern „verabschiedete“. Die Porsche-Ingenieure sollen in diesem Zusammenhang von einem „fliegenden Wechsel“ gesprochen haben.
Interessant ist vor allem, dass der Wagen trotz einer Erstzulassung im März 1967 über werksseitig verbaute Schräglenker verfügt. Dieser Umstand leistet der Legendenbildung weiteren Vorschub, da man sich in Käfer-Kreisen einig ist, dass es so etwas erst nach August 1967 gegeben hat. Hat VW hier Porsche ein Vorserienauto mit herausragenden Fahrwerkseigenschaften zur Verfügung gestellt?
Klar ist auf jeden Fall, dass es sich um ein für die USA produziertes Fahrzeug handelt. Es verfügt noch über die „baujahrsgerechten“ Export-Bügelstoßstangen, hat aber schon stehende Scheinwerfer. In den Kotflügeln sind aber ab Werk Hupenziergitter eingebaut worden. Nicht schön aber selten: die US-Blinker und der 90-Meilen Tacho.