Volkswagenund „C3World auf der CeBIT 2010
Die Forschungsgruppe "C3World" arbeitet daran, Autos zu vernetzen und miteinander "sprechen" zu lassen. Auf der CeBIT 2010 werden aktuelle Entwicklungsstände zu zukunftsweisenden Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnik für das Auto präsentiert. Ein 12-Volt-Bordnetz sollte man dazu schon haben. Deshalb passt das Bild vielleicht nicht ganz, das hier auf unseren Tuning-Seiten einen typischen Volkswagen zeigt. Forscher der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Braunschweig, des Oldenburger Instituts für Informatik OFFIS und der Volkswagen Konzernforschung arbeiten seit 2007 in der Forschungsgruppe „C3World“ gemeinsam an zukünftigen Lösungen für Informations- und Kommunikationstechnik rund ums Auto: Sie schlagen damit ein neues Kapitel in Sachen Tuning und Infotainment auf. Moderne Fahrerassistenzsysteme bieten schon heute Abstandsregelung und Warnung vor unbeabsichtigten Spurwechseln. Zudem helfen sie beim Einparken. Befindet sich jedoch etwas außerhalb der Reichweite der Fahrerassistenzsensoren, kann es nicht berücksichtigt werden. Das soll sich zukünftig ändern, indem die Fahrzeuge per Funkverbindung miteinander und mit ihrer Umwelt Kontakt aufnehmen. So wird das Auto der Zukunft beispielsweise darüber informiert werden, dass sich ein Rettungsfahrzeug der Kreuzung nähert, an der man sich gerade aufhält. „C3World – Connected Cars in a Connected World“ entwickelt jedoch nicht nur sicherheitsrelevante Lösungsvorschläge. Ein weiteres Ziel ist die Steigerung des Komforts in zukünftigen Fahrzeuggenerationen: Heutige Navigationssysteme liefern Stauwarnungen und Informationen darüber, wo sich die nächste Tankstelle, eine bestimmte Gaststätte oder ein Hotel befindet. Die niedersächsische Forschergruppe hat nun eine Suchmaschine entwickelt, die dem Fahrer automatisch vielfältigere Zusatzinformationen aus dem Web anhand der Reiseroute oder des Zielortes anbietet.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Forschung sind die Herausforderungen, die aus der Schnelllebigkeit von Produkten der Unterhaltungsindustrie resultieren. Immer neue Generationen von Mobiltelefonen und MP3-Playern wollen ins Fahrzeug integriert werden. Ohne das ist Tuning heute kaum denkbar! Jedoch „veralten“ die Produkte oft in wesentlich kürzerer Zeit, als in der eines Autolebens. Der 6-Volt-Käfer auf unserem Bild ist – wie gesagt – kein Maßstab mehr. Die Forscher der „C3World“ arbeiten also an Konzepten, die Infotainmentsysteme im Auto so zu gestalten, dass sich auch neue Dienste und Funktionen von zukünftigen Mobilgeräten integrieren lassen. Tuning Freaks bauen sowieso in jeden alten Käfer einen Typ-4-Motor ein, womit ohnehin stets eine 12-Volt-Umrüstung einhergeht. Tuning war seiner Zeit genaugenommen schon immer etwas voraus.
Weitere Informationen zur Forschungsgruppe C3World findet Ihr unter www.c3world.de und auf der CeBit Halle 7, Stand A 28.