
Optisch kann der A8 gegen den wesentlich billigeren A7 sowieso einpacken. Mit fast fünf Metern Länge ist der nachgeäffte CLS aus Ingolstadt ein beachtliches Gebrauchskunstwerk. Benno Senner und seine Jungs von der Tuning AG haben sich einen 3-Liter-V6-TDI vorgenommen. Ihr Ziel: Sie wollten der Limousine wie es wörtlich heißt: „eine Zusatz-Portion Überholprestige implantieren.“ Man fragt sich natürlich gleich, wie das gehen soll und bekommt auch sofort eine Erklärung: „Erreicht wird dieses Unterfangen, indem die Serien-Leistung von 180 kW/ 245 PS und 500 Nm Drehmoment fast schon spielerisch auf 225 kW beziehungsweise 306 PS sowie 620 Newtonmeter maximales Drehmoment angehoben wird.“ Soll wohl heißen, dass ein bisschen Chip-Tuning eine Spielerei ist für die Senner-Jungs. Na ja – für welchen Tuner ist es das nicht?

Für einen Dichter wie Goethe wäre es auch kein Problem gewesen, weiter schwülstig über dieses Automobil zu berichten. Völlig überflüssig, wenn man über einen Tuning-Goethe in der PR-Abteilung verfügt, der die Lachmuskulatur des geneigten Publikums (Users) mit folgenden Worten herausfordert: „Damit das Ganze jetzt noch auf adäquaten „Beinen“ stehe, wurde dieser A7 mit einer Rad/Reifen-Kombination aus Varianza T1S-Felgen der Dimension 9,5x20 Zoll in black polish bestückt, die wiederum mit Vredestein Ultrac Sessanta in 275/35R20 bespannt sind.“ Mehr Comedy-Tuning geht einfach nicht…