Für alle, die anders sind, als andere Kinder
Audis Q7 ist nichtganz unumstritten. Das Allradmonster wirkt – mehr noch als Porsches
„Cayenne“ - ein bisschen wie ein zu warm gewordener und dadurch
aus der Form geratener Wachsklotz. Kein Wunder also, dass „ENCO
Exclusive“ aus Chemnitz einiges anPotential zu optischen Verbesserungen
des Großkaliber-SUVs erkannte.
Front und Heck einesQ7 3.0 TDI der erste Serie trimmten die Sachsen mitAudi-Originalteilen auf die V12-Optik des Topmodells. Der riesige
Kühlergrill wirkt im Innenspiegel des Vorausfahrenden wie ein
(vielleicht etwas zu) weit aufgerissenes Maul. Angst ist nicht
angebracht – der Diesel kann nur spielen! Daran ändert auch eine
aus dem Facelift-Modell stammende Beleuchtungseinrichtung keineswegs
etwas. Um nicht an den Glanz vergangener Tage zu erinnern, wurde die
gesamte Karosserie des ENCO-Q7 nebst der aus Carbon gefertigten
ENCO-Motorhaube mit eingearbeiteten Luftschlitzen in mattschwarze
Klebefolie gehüllt. Experten streiten darüber, ob die
Berichterstattung über diese Form automobiler Veränderungen besser
in „Psychologie heute“ oder in „Tuning gestern“
veröffentlicht würde.
Ungeachtet solcher Nebensächlichkeiten
rollt der ENCO-Q7 auf 23-Zoll-Jura-Felgen in Schwarzchrom-Finish über
den Asphalt. Den Kontakt zur Fahrbahn stellen Dunlop SP Sport
Maxx-Reifen der Dimension 315/25R23 her. Durch die Speichen der
imposanten Räder sieht man die gelben Sättel einer
Ceramic-Bremsanlage. Das Interieur wurde von ENCO mit diversen
Carbon-Parts veredelt. Dabei setze man auf Farbe, wie sich auf dem
Armaturenbrett, der Mittelkonsole, den Türverkleidungen sowie am
Sportlenkrad zeigt. Das verleiht dem mattschwarzen Audi einen Hauch
von kunterbuntem Spielmobil.