Osnabrücker pimpen den PT Cruiser
Der PT Cruiser gilt als optimales Tuning-Fahrzeug. Dieser hier verfügt über ein achsweise steuerbares Luftfahrwerk von GAS. Ein 460-Liter-Kompressor sorgt dafür, dass der Druck im Vorratsbehälter, der ein Volumen von 19 Litern hat, nicht zu weit absinkt. Wenn die Karosse dennoch auf den Boden zu fallen scheint, dann ist das pure Absicht! In diesen Fällen versuchen sich die 8,5 Zoll breiten Lexani-Felgen mitsamt ihrer 225/30-20er Bereifung tief in den Radhäusern zu verstecken. Chrom und Blattgold-Veredelung der Alus vom Typ „Ice“ stechen dann aber erst recht ins Auge. Aus Blech gefertigte Schweller reduzieren die Bodenfreiheit in der Seitenansicht um stolze zehn Zentimeter. Dank entsprechender Schürzen von PTeaser – einem kalifornischen Tuner – wirken auch Front- und Heckpartie deutlich tiefer. Nach der Montage der Karosserieteile lag es nahe, das bislang einheitlich schwarze Fahrzeug vollständig lackieren zu lassen. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass Seitenblinker und Antenne diese Aktion nicht überleben sollten.
Den neuen Lackaufbau übernahm Custom-Painter Ralf Berger, der zur „Frühschicht“ mit grauer Farbe im Vorratsbehälter seiner Spritzpistole antrat. Auf das Ergebnis legte er 19 weitere Lackschichten nach dem jeweils erforderlichen Zwischenschliff, wobei er verschiedene Auftragstechniken anwendete. So wurde einmal mehr der Beweis angetreten, dass Pinstripes, fotorealistische Airbrushes und holografische Effekte ihre Wirkung am besten in den Tiefen mehrerer Candy- und Klarlackschichten entfalten. Für Koffer ist kein Platz mehr im ehemaligen Gepäckabteil. Neben den Komponenten des Airride-Systems sind hier eine Zusatzbatterie und ein Endstufen-Paar sowie zwei Subwoofer von Rockford Fosgate untergebracht. Doch auch in allen vier Türen spielt die Musik. Die Türverkleidungen wurden zur fachgerechten Verschraubung diverser Lautsprecher umgestaltet und mit hellem Nappaleder bezogen. Das edle Material spannt sich auch über die aus MDF und GFK gefertigten Woofer-Kisten sowie die deutlich veränderte Armaturentafel. Hier zog vor allem die feste Installation einer Playstation einschneidende Maßnahmen nach sich.
Das ehrgeizige Cruiser-Projekt des Josef Hammerschmidt entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einem Gemeinschaftswerk der eigenen Unternehmung „Players Inc.“ sowie der Sattlerei „Pimp Your Seats“ und Lackierer „Berger Art Of Custom“. Überstunden oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen waren nie ein Thema für das engagierte Team. Was zählt ist einzig – nicht artig!
Details(Halter- bzw. Herstellerangaben) Basisfahrzeug: Chrysler PT Cruiser
Erstzulassung: 2003
Motor: original
Leistung: 141 PS
Hubraum: 2,0 l
Motorextras: offener K&N-Luftfilter
Auspuffanlage: Remus-Endschalldämpfer mit zwei 110-mm-Endrohren
Fahrwerk: Airride-Sonderanfertigung basierend auf GAS-Komponenten, achsweise gesteuert, Druckbehälter mit 19 l Volumen, Kompressor (Ansaugleistung 460 l/min)
Felgen: Lexani, Typ Ice, 8,5 x 20 ET 40, Einsätze mit Blattgold veredelt
Reifen: 225/30-20
Karosserie: Front- und Heckschürze von PTeazer aus den USA, Seitenschweller aus Blech (10 cm tiefer) , Seitenblinker und Antenne entfallen
Lackierung: Lackaufbau in 20 Schichten – darunter grauer Basislack, Pinstripes, Airbrush, Candy- und Klarlack
Innenraum: vier VTSP-Einzelsitze, Eigenbau-Mittelkonsole von Armaturenbrett bis Kofferraum, lichtechtes Nappaleder von 1,2 mm Stärke und Python-Kunstleder. Sattlerarbeiten von Pimp Your Seats, mit aufwendigen Stickereien, Logo und Pintstripes nach einem Entwurf von Ralf Berger
HiFi/Multimedia: Headunit Alpine IVA 300, weitere Komponenten von Rockford Fosgate, zwei Endstufen, zwei Subwoofer, diverse Türlautsprecher, Zusatzbatterie, Playstation im Armaturenbrett