Es kann nur einen geben
In jedem Land will Carlsson nur einen C25 ausliefern. Das garantiert natürlich eine gewisse Exklusivität. Präsentiert wird das Ganze auf dem Auto-Salon Genf, Halle 5, Stand 5130, am Dienstag, 2. März 2010, 14.15 Uhr. Wer sich hier keinen Justin Timberlake leisten möchte, um einen Kleinwagen vorzustellen, ist sicher gut beraten, ein Auto vorzustellen, das ohne Schlagersänger-Brimborium ankommt. Man spricht in diesem Zusammenhang gern von „Vorsprung durch Tuning“!Einen Vorsprung hat auch, wer vom deutschen Kraftfahrtbundesamt als Automobilhersteller anerkannt ist. Er darf von einem selbstentwickelten Fahrzeug sprechen, selbst wenn es auf einem Modell eines Großserienherstellers basiert. Man muss kein Experte sein, um unter dem mit Kunststoff gestreckten Blechkleid des Carlsson C25 einen Mercedes zu vermuten. Dafür spricht auch der V12-Biturbo mit 753 PS. Das Erdgeschoß soll für 352 km/h gut sein.
Carlsson fertigt die Fahrzeuge ausschließlich auf Bestellung. Die Liefermenge für 2010 ist bereits ausverkauft. Eine durchaus verdächtige Formulierung, denn sie lässt offen, ob es überhaupt mehr als ein Fahrzeug in diesem Jahr geben wird.Die Nummer 1, die nach speziellen Kundenwünschen aufgebaut wurde, sieht cool aus. Das Lackdesign in Grau und Nachtschwarz mit einem Dekorstreifen in Orange, der sich im Innenraum fortsetzt, würde sich richtig gut machen am Wörthersee. Zumindest stünde das Fahrzeug so lange im Mittelpunkt, bis Ursula Piëch ihren Serienwagen von der Volkswagen-Gruppe - einen Bugatti Veyron - aus der Garage holt. Der kommt ja auch ohne Tuning ganz gut rüber. Und er ist auch eine Spur schneller als der Carlsson C25, der trotz seiner 1150 Newtonmetern Drehmoment noch 3,7 Sekunden für den Spurt von Null auf 100 km/h benötigt. Da machen sie Augen, die großen Jungs, wenn plötzlich auch große Mädels mitspielen.
Da simmer dabei! Wir sehen uns in Genf!