BMW-Tuning – aus Freude am Fahren
Das neue BMW 1er M Coupé müsste eigentlich M1 heißen. Allerdings würden die BMW-Fans dann Sturm laufen, denn „der M1“ ist und bleibt eine Ferrari-ähnliche Flunder aus den wilden 80ern. Damals war das ein Supersportwagen mit 286 PS. Allerdings beflügelte sein Triebwerk schon bald den biederen 5er. Ist heute von Leistung in dieser Größenordnung die Rede, spricht die Zielgruppe der Leasing-Schnösel allenfalls von „Golf-Nieveau“.
Die M-Version des 1er BMW heißt – um Verwechslungen vorzubeugen – 1er M Coupé. Advanced Performance Parts (APP) nimmt sich im bayerischen Igling dieses Fahrzeugs an. Aus den 340 Serien-PS des Kleinwagens werden 410 – dank der Bemühungen von MR Car Design. Ein größerer Ladeluftkühler, eine höchst spezielle Auspuffanlage und ein entsprechend abgestimmtes Motormanagement machen es möglich.
Diese PS-Massen wollen auf der Straße gehalten werden. Eine Reduzierung der ungefederten Massen gilt dabei als besonders hilfreich. Deshalb drehen sich in den Radhäusern des kleinen BMW ATS Superlight-Felgen – von Pirelli bereift, logisch. Doch damit nicht genug! Eine weitere Gewichtsoptimierung in diesem Sinne stellt die Montage einer Movit Keramik-Bremsanlage dar. Sie verbessert auch die Bremsleistung angemessen – mit 6-Kolben-Sätteln vorn und 4-Kolben-Sätteln hinten.
Steve sorgte auch bei KW für Jobs. Das neue Variante 3 + DDC-Fahrwerk verfügt über eine „iPhone/iPod touch App-Dämpfereinstellung“. Logisch, dass ein Unternehmen, das sich APP nennt, dieses Fahrwerk verbaut und kein anderes! Es soll den Spagat zwischen komfortabler Alltagstauglichkeit und motorsportlicher High Performance mit Bravour schaffen. So schafft es auch Folienspezialist CFC in Weilheim immer wieder, mittels Klebetechnik „Lackierungen“ auf Blechkleider zu zaubern, die Ihresgleichen suchen. In diesem Fall spiegelt sich die Innenraumgestaltung auf der Außenhaut des Fahrzeugs wieder. BMW würde das alles relativ kurz zusammenfassen: Freude! Fotos: Jordi Miranda